LED-Wand-Kosten: Preise, Kostentreiber und Budgetplanung im B2B

Tips zu LED-Wänden
06.03.2026
Single Blog Image

LED-Wand-Kosten: Preise, Kostentreiber und Budgetplanung im B2B

Die Investition in eine LED-Wand ist im B2B-Umfeld selten eine reine Beschaffungsentscheidung. Ob Retail-Fläche, Konferenzzentrum, Leitstelle oder Industrieumgebung – die wirtschaftliche Tragfähigkeit hängt davon ab, wie präzise Anforderungen definiert und Kostenbestandteile vollständig erfasst werden.

Typische Fehlannahmen entstehen, wenn ausschließlich Quadratmeterpreise verglichen werden. Tatsächlich bestimmen technische Parameter wie Pixelpitch, Helligkeit, Empfangskarten, Controller-Architektur, statische Anforderungen und Servicekonzepte sowohl die Anfangsinvestition als auch die langfristigen Betriebskosten.

Für Einkaufs- und Projektverantwortliche bedeutet das: Nur eine strukturierte Kalkulation ermöglicht belastbare Ausschreibungen und vermeidet Budgetabweichungen. Dieser Beitrag zeigt, wie sich LED-Wand-Kosten realistisch einordnen lassen und welche Faktoren für eine fundierte Investitionsentscheidung maßgeblich sind.

Preisbestandteile einer LED-Wand: Technik, die den Quadratmeterpreis bestimmt

Das Wichtigste in Kürze: Der Quadratmeterpreis ist das Ergebnis mehrerer technischer Einzelkomponenten. Entscheidend ist nicht der niedrigste Preis, sondern die technische Passung zur Anwendung.

Die sichtbarste Kennzahl in Angeboten ist meist der Preis pro Quadratmeter. Dieser Wert setzt sich jedoch aus verschiedenen technischen Faktoren zusammen, die die led wand kosten maßgeblich beeinflussen. Zentral ist der Pixelpitch – also der Abstand zwischen zwei LEDs.

Je kleiner der Pixelpitch (z. B. 1,2 mm statt 2,5 mm), desto höher die Pixeldichte und damit die Bildschärfe im Nahbereich. Gleichzeitig steigen Produktionsaufwand und Materialkosten erheblich. Während größere Pitch-Werte im Außenbereich wirtschaftlich sinnvoll sind, können feine Indoor-Pitches die Quadratmeterpreise deutlich erhöhen.

Ein weiterer relevanter Faktor ist die Helligkeit. Outdoor-Wände mit 4.000–6.000 Nits benötigen leistungsstärkere LEDs, robuste Netzteile und aufwendigere Kühlung. Indoor-Installationen mit 800–1.500 Nits sind in der Regel kostengünstiger, müssen jedoch Aspekte wie Blendfreiheit und Energieeffizienz berücksichtigen.

Auch die Qualität der LED-Chips (z. B. SMD, COB), Farbkalibrierung und Homogenität wirken sich auf die Kostenstruktur aus. Hochwertige Binning-Verfahren und eine präzise Werkskalibrierung erhöhen zunächst die Investition, reduzieren jedoch potenzielle Wartungsaufwände.

Ein häufig unterschätzter Kostenfaktor sind die Empfangskarten (Receiving Cards). Sie steuern die einzelnen Module und beeinflussen Bildstabilität, Signalverarbeitung sowie Redundanzfähigkeit. Redundante Signalführungen erhöhen die Ausfallsicherheit – insbesondere in Leitstellen oder Broadcast-Umgebungen – führen jedoch zu höheren Investitionskosten.

Typische technische Preisbestandteile sind:

In der Praxis bewegen sich die reinen Hardwarekosten – abhängig von Spezifikation und Qualitätsniveau – zwischen mittleren vierstelligen und deutlich fünfstelligen Beträgen pro Quadratmeter. Für die Bewertung ist jedoch entscheidend, ob die technische Auslegung zur realen Nutzungssituation passt.

Zusätzliche Budgetposten: Controller, Montage, Statik und Integration

Das Wichtigste in Kürze: Projektbezogene Nebenkosten werden häufig unterschätzt. Je nach Anwendung können sie 20–40 Prozent der Gesamtinvestition ausmachen.

Eine realistische Betrachtung der led wand kosten umfasst nicht nur die LED-Fläche selbst, sondern sämtliche projektbezogenen Zusatzposten.

Zentral ist der LED-Controller. Er übernimmt Signalverarbeitung, Skalierung und das Management mehrerer Eingangsquellen. Leistungsfähige Systeme mit 4K- oder 8K-Unterstützung, redundanten Netzteilen und Remote-Management erhöhen die Investition, bieten jedoch langfristige Flexibilität und Betriebssicherheit.

Die Montagekosten variieren erheblich je nach Einbausituation:

Arbeitsaufwand, Zugangssituation und Bauzeiten wirken sich direkt auf die Kosten aus.

Statik und Unterkonstruktion sind insbesondere bei großformatigen Installationen relevant. Im Außenbereich müssen Windlasten, Eigengewicht und Gebäudestruktur berücksichtigt werden. Bei größeren Projekten ist ein statisches Gutachten häufig verpflichtend und sollte frühzeitig eingeplant werden.

Weitere typische Budgetposten sind:

Praxisrelevant ist die Gesamtsicht: Eine 15 m² große Indoor-LED-Wand kann hardwareseitig klar kalkulierbar erscheinen. Werden jedoch bauliche Anpassungen, ein leistungsfähigerer Controller und die Integration in ein vorhandenes Konferenzsystem erforderlich, steigt die Gesamtinvestition deutlich. Detaillierte Leistungsverzeichnisse schaffen hier Transparenz und reduzieren Nachtragsrisiken.

Total Cost of Ownership: Betriebskosten und Lebenszyklus berücksichtigen

Das Wichtigste in Kürze: Für eine fundierte Investitionsentscheidung ist die Lebenszyklusbetrachtung entscheidend. Betriebskosten können die Wirtschaftlichkeit maßgeblich beeinflussen.

Die led wand kosten enden nicht mit der Inbetriebnahme. Energieverbrauch, Wartung, Ersatzteile und mögliche Modernisierungen bestimmen die Total Cost of Ownership über die geplante Nutzungsdauer.

Der Energieverbrauch hängt wesentlich von Helligkeitseinstellungen, Betriebsdauer und Effizienz der Netzteile ab. Moderne Systeme verfügen über automatische Helligkeitsanpassungen und effiziente Treiber. Bei 24/7-Betrieb – etwa in Leitstellen – wirkt sich dieser Faktor unmittelbar auf die Betriebskosten aus.

Wartungskosten entstehen typischerweise durch den Austausch einzelner Module, Netzteile oder Empfangskarten. Front-Service-Zugänge erleichtern Reparaturen und reduzieren Stillstandszeiten. Ebenso relevant ist die langfristige Ersatzteilverfügbarkeit.

Ein weiterer Aspekt ist die Farb- und Helligkeitsdegradation. Hochwertige LED-Chips behalten ihre Leuchtkraft länger und sichern eine konstante Bildhomogenität. Systeme geringerer Qualität können schneller an Gleichmäßigkeit verlieren und frühzeitig Rekalibrierungen erforderlich machen.

Typische TCO-Faktoren sind:

Eine höhere Anfangsinvestition kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn sie Ausfallzeiten reduziert und Energiekosten senkt. Für Ausschreibungen empfiehlt sich daher eine strukturierte Lebenszyklusbetrachtung anstelle einer isolierten Anschaffungspreisbewertung.

Markttrends und typische Entscheidungsfragen in Ausschreibungen

Das Wichtigste in Kürze: Technologische Entwicklungen und Nachhaltigkeitsanforderungen verändern die Kostenstruktur. Klare Anforderungskriterien erhöhen die Vergleichbarkeit von Angeboten.

Sinkende Pixelpitch-Werte, COB-Technologie und effizientere Treiber beeinflussen die led wand kosten ebenso wie Lieferkettenentwicklungen und Rohstoffpreise. Diese Faktoren sollten in der Budgetplanung berücksichtigt werden.

Im Corporate- und Retail-Bereich steigt die Nachfrage nach feinen Pixelpitches. Projektoren oder LCD-Videowalls werden zunehmend durch LED-Lösungen ersetzt, um höhere Helligkeit und nahtlose Darstellung zu erreichen. Dadurch verschiebt sich die Budgetstruktur hin zu höherwertigen Indoor-Systemen.

Parallel gewinnt Energieeffizienz an Bedeutung. Ausschreibungen enthalten zunehmend Anforderungen an Stromverbrauch, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit. Vergleichbare, belastbare Herstellerangaben sind Voraussetzung für eine objektive Bewertung.

Typische Entscheidungsfragen in Projekten sind:

Eine strukturierte Bedarfsanalyse vor Ausschreibungsstart reduziert das Risiko von Über- oder Unterdimensionierung. Klar definierte technische Spezifikationen erhöhen die Vergleichbarkeit von Angeboten und minimieren spätere Budgetabweichungen.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Service-Level-Agreements (SLA) sind bei LED-Wänden im B2B üblich?

In professionellen Umgebungen werden häufig definierte Reaktionszeiten, eine maximale Wiederherstellungszeit (MTTR) sowie eine garantierte Systemverfügbarkeit vereinbart. Je nach Kritikalität der Anwendung können Vor-Ort-Services und Ersatzteilvorhaltung Bestandteil des Vertrags sein. Für Leitstellen oder Broadcast-Anwendungen sind verbindliche SLA-Parameter besonders relevant.

Wie viele Ersatzmodule oder Ersatzteile sollten eingeplant werden?

Die Anzahl hängt von Projektgröße, Einsatzkritikalität und Lieferzeiten ab. Üblich ist eine definierte Vorhaltequote an LED-Modulen, Netzteilen und Empfangskarten, um Ausfallzeiten zu minimieren. Bei sicherheitskritischen Anwendungen empfiehlt sich eine projektspezifische Ersatzteilstrategie mit mehrjähriger Verfügbarkeitszusage.

Welche Zertifizierungen und Normen sind bei LED-Wänden relevant?

Abhängig vom Installationsort sind unter anderem CE-Kennzeichnung, EMV-Konformität sowie IP- und gegebenenfalls IK-Schutzklassen erforderlich. Im Außenbereich spielen Witterungsbeständigkeit und elektrische Sicherheit eine zentrale Rolle. Zusätzlich können lokale Brandschutz- und Bauvorschriften maßgeblich sein.

Welche Mindestanforderungen gelten für den Einsatz vor Kamera oder im Broadcast?

Für kameraaktive Anwendungen sind hohe Bildwiederholraten und stabiles Flicker-Management entscheidend. Auch Farbgleichmäßigkeit und präzise Kalibrierung beeinflussen das Ergebnis im Kamerabild. Standard-Installationen ohne entsprechende Spezifikation können sichtbare Artefakte verursachen.

Wie werden LED-Wände vor der Abnahme technisch geprüft?

Im Rahmen von Werks- oder Vor-Ort-Tests werden typischerweise Helligkeit, Farbuniformität und Pixelfehler überprüft. Ergänzend erfolgen Funktionstests der Signalverarbeitung sowie Belastungstests unter realistischen Betriebsbedingungen. Strukturierte Abnahmeprotokolle schaffen Transparenz und reduzieren spätere Gewährleistungsrisiken.

Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl von Anbietern besonders achten?

Entscheidend sind nachvollziehbare Leistungsdaten, Referenzprojekte im vergleichbaren Umfeld sowie klare Angaben zu Garantie, Ersatzteilverfügbarkeit und Lieferzeiten. Unvollständige technische Spezifikationen oder fehlende Servicezusagen erhöhen das Projektrisiko. Eine transparente Angebotsstruktur erleichtert die Vergleichbarkeit im Vergabeprozess.

Fazit: Realistische LED-Wand-Kosten ergeben sich aus dem Zusammenspiel technischer Spezifikation, baulichem Umfeld und Lebenszyklusbetrachtung. Für B2B-Entscheider ist eine strukturierte Kalkulation entscheidend, um Angebote vergleichbar zu machen und Investitionen strategisch zu planen. Wer Quadratmeterpreise isoliert bewertet, riskiert Fehlentscheidungen – wer hingegen TCO, Integration und Zukunftssicherheit berücksichtigt, schafft eine belastbare Entscheidungsgrundlage.

Cta V3 Image
Article by

Kampro

Blog Share IconBlog Share IconBlog Share Icon
Share on:
Blog Share IconBlog Share IconBlog Share IconBlog Share Icon

LED-Wand-Kosten: Preise, Kostentreiber und Budgetplanung im B2B

Die Investition in eine LED-Wand ist im B2B-Umfeld selten eine reine Beschaffungsentscheidung. Ob Retail-Fläche, Konferenzzentrum, Leitstelle oder Industrieumgebung – die wirtschaftliche Tragfähigkeit hängt davon ab, wie präzise Anforderungen definiert und Kostenbestandteile vollständig erfasst werden.

Typische Fehlannahmen entstehen, wenn ausschließlich Quadratmeterpreise verglichen werden. Tatsächlich bestimmen technische Parameter wie Pixelpitch, Helligkeit, Empfangskarten, Controller-Architektur, statische Anforderungen und Servicekonzepte sowohl die Anfangsinvestition als auch die langfristigen Betriebskosten.

Für Einkaufs- und Projektverantwortliche bedeutet das: Nur eine strukturierte Kalkulation ermöglicht belastbare Ausschreibungen und vermeidet Budgetabweichungen. Dieser Beitrag zeigt, wie sich LED-Wand-Kosten realistisch einordnen lassen und welche Faktoren für eine fundierte Investitionsentscheidung maßgeblich sind.

Preisbestandteile einer LED-Wand: Technik, die den Quadratmeterpreis bestimmt

Das Wichtigste in Kürze: Der Quadratmeterpreis ist das Ergebnis mehrerer technischer Einzelkomponenten. Entscheidend ist nicht der niedrigste Preis, sondern die technische Passung zur Anwendung.

Die sichtbarste Kennzahl in Angeboten ist meist der Preis pro Quadratmeter. Dieser Wert setzt sich jedoch aus verschiedenen technischen Faktoren zusammen, die die led wand kosten maßgeblich beeinflussen. Zentral ist der Pixelpitch – also der Abstand zwischen zwei LEDs.

Je kleiner der Pixelpitch (z. B. 1,2 mm statt 2,5 mm), desto höher die Pixeldichte und damit die Bildschärfe im Nahbereich. Gleichzeitig steigen Produktionsaufwand und Materialkosten erheblich. Während größere Pitch-Werte im Außenbereich wirtschaftlich sinnvoll sind, können feine Indoor-Pitches die Quadratmeterpreise deutlich erhöhen.

Ein weiterer relevanter Faktor ist die Helligkeit. Outdoor-Wände mit 4.000–6.000 Nits benötigen leistungsstärkere LEDs, robuste Netzteile und aufwendigere Kühlung. Indoor-Installationen mit 800–1.500 Nits sind in der Regel kostengünstiger, müssen jedoch Aspekte wie Blendfreiheit und Energieeffizienz berücksichtigen.

Auch die Qualität der LED-Chips (z. B. SMD, COB), Farbkalibrierung und Homogenität wirken sich auf die Kostenstruktur aus. Hochwertige Binning-Verfahren und eine präzise Werkskalibrierung erhöhen zunächst die Investition, reduzieren jedoch potenzielle Wartungsaufwände.

Ein häufig unterschätzter Kostenfaktor sind die Empfangskarten (Receiving Cards). Sie steuern die einzelnen Module und beeinflussen Bildstabilität, Signalverarbeitung sowie Redundanzfähigkeit. Redundante Signalführungen erhöhen die Ausfallsicherheit – insbesondere in Leitstellen oder Broadcast-Umgebungen – führen jedoch zu höheren Investitionskosten.

Typische technische Preisbestandteile sind:

In der Praxis bewegen sich die reinen Hardwarekosten – abhängig von Spezifikation und Qualitätsniveau – zwischen mittleren vierstelligen und deutlich fünfstelligen Beträgen pro Quadratmeter. Für die Bewertung ist jedoch entscheidend, ob die technische Auslegung zur realen Nutzungssituation passt.

Zusätzliche Budgetposten: Controller, Montage, Statik und Integration

Das Wichtigste in Kürze: Projektbezogene Nebenkosten werden häufig unterschätzt. Je nach Anwendung können sie 20–40 Prozent der Gesamtinvestition ausmachen.

Eine realistische Betrachtung der led wand kosten umfasst nicht nur die LED-Fläche selbst, sondern sämtliche projektbezogenen Zusatzposten.

Zentral ist der LED-Controller. Er übernimmt Signalverarbeitung, Skalierung und das Management mehrerer Eingangsquellen. Leistungsfähige Systeme mit 4K- oder 8K-Unterstützung, redundanten Netzteilen und Remote-Management erhöhen die Investition, bieten jedoch langfristige Flexibilität und Betriebssicherheit.

Die Montagekosten variieren erheblich je nach Einbausituation:

Arbeitsaufwand, Zugangssituation und Bauzeiten wirken sich direkt auf die Kosten aus.

Statik und Unterkonstruktion sind insbesondere bei großformatigen Installationen relevant. Im Außenbereich müssen Windlasten, Eigengewicht und Gebäudestruktur berücksichtigt werden. Bei größeren Projekten ist ein statisches Gutachten häufig verpflichtend und sollte frühzeitig eingeplant werden.

Weitere typische Budgetposten sind:

Praxisrelevant ist die Gesamtsicht: Eine 15 m² große Indoor-LED-Wand kann hardwareseitig klar kalkulierbar erscheinen. Werden jedoch bauliche Anpassungen, ein leistungsfähigerer Controller und die Integration in ein vorhandenes Konferenzsystem erforderlich, steigt die Gesamtinvestition deutlich. Detaillierte Leistungsverzeichnisse schaffen hier Transparenz und reduzieren Nachtragsrisiken.

Total Cost of Ownership: Betriebskosten und Lebenszyklus berücksichtigen

Das Wichtigste in Kürze: Für eine fundierte Investitionsentscheidung ist die Lebenszyklusbetrachtung entscheidend. Betriebskosten können die Wirtschaftlichkeit maßgeblich beeinflussen.

Die led wand kosten enden nicht mit der Inbetriebnahme. Energieverbrauch, Wartung, Ersatzteile und mögliche Modernisierungen bestimmen die Total Cost of Ownership über die geplante Nutzungsdauer.

Der Energieverbrauch hängt wesentlich von Helligkeitseinstellungen, Betriebsdauer und Effizienz der Netzteile ab. Moderne Systeme verfügen über automatische Helligkeitsanpassungen und effiziente Treiber. Bei 24/7-Betrieb – etwa in Leitstellen – wirkt sich dieser Faktor unmittelbar auf die Betriebskosten aus.

Wartungskosten entstehen typischerweise durch den Austausch einzelner Module, Netzteile oder Empfangskarten. Front-Service-Zugänge erleichtern Reparaturen und reduzieren Stillstandszeiten. Ebenso relevant ist die langfristige Ersatzteilverfügbarkeit.

Ein weiterer Aspekt ist die Farb- und Helligkeitsdegradation. Hochwertige LED-Chips behalten ihre Leuchtkraft länger und sichern eine konstante Bildhomogenität. Systeme geringerer Qualität können schneller an Gleichmäßigkeit verlieren und frühzeitig Rekalibrierungen erforderlich machen.

Typische TCO-Faktoren sind:

Eine höhere Anfangsinvestition kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn sie Ausfallzeiten reduziert und Energiekosten senkt. Für Ausschreibungen empfiehlt sich daher eine strukturierte Lebenszyklusbetrachtung anstelle einer isolierten Anschaffungspreisbewertung.

Markttrends und typische Entscheidungsfragen in Ausschreibungen

Das Wichtigste in Kürze: Technologische Entwicklungen und Nachhaltigkeitsanforderungen verändern die Kostenstruktur. Klare Anforderungskriterien erhöhen die Vergleichbarkeit von Angeboten.

Sinkende Pixelpitch-Werte, COB-Technologie und effizientere Treiber beeinflussen die led wand kosten ebenso wie Lieferkettenentwicklungen und Rohstoffpreise. Diese Faktoren sollten in der Budgetplanung berücksichtigt werden.

Im Corporate- und Retail-Bereich steigt die Nachfrage nach feinen Pixelpitches. Projektoren oder LCD-Videowalls werden zunehmend durch LED-Lösungen ersetzt, um höhere Helligkeit und nahtlose Darstellung zu erreichen. Dadurch verschiebt sich die Budgetstruktur hin zu höherwertigen Indoor-Systemen.

Parallel gewinnt Energieeffizienz an Bedeutung. Ausschreibungen enthalten zunehmend Anforderungen an Stromverbrauch, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit. Vergleichbare, belastbare Herstellerangaben sind Voraussetzung für eine objektive Bewertung.

Typische Entscheidungsfragen in Projekten sind:

Eine strukturierte Bedarfsanalyse vor Ausschreibungsstart reduziert das Risiko von Über- oder Unterdimensionierung. Klar definierte technische Spezifikationen erhöhen die Vergleichbarkeit von Angeboten und minimieren spätere Budgetabweichungen.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Service-Level-Agreements (SLA) sind bei LED-Wänden im B2B üblich?

In professionellen Umgebungen werden häufig definierte Reaktionszeiten, eine maximale Wiederherstellungszeit (MTTR) sowie eine garantierte Systemverfügbarkeit vereinbart. Je nach Kritikalität der Anwendung können Vor-Ort-Services und Ersatzteilvorhaltung Bestandteil des Vertrags sein. Für Leitstellen oder Broadcast-Anwendungen sind verbindliche SLA-Parameter besonders relevant.

Wie viele Ersatzmodule oder Ersatzteile sollten eingeplant werden?

Die Anzahl hängt von Projektgröße, Einsatzkritikalität und Lieferzeiten ab. Üblich ist eine definierte Vorhaltequote an LED-Modulen, Netzteilen und Empfangskarten, um Ausfallzeiten zu minimieren. Bei sicherheitskritischen Anwendungen empfiehlt sich eine projektspezifische Ersatzteilstrategie mit mehrjähriger Verfügbarkeitszusage.

Welche Zertifizierungen und Normen sind bei LED-Wänden relevant?

Abhängig vom Installationsort sind unter anderem CE-Kennzeichnung, EMV-Konformität sowie IP- und gegebenenfalls IK-Schutzklassen erforderlich. Im Außenbereich spielen Witterungsbeständigkeit und elektrische Sicherheit eine zentrale Rolle. Zusätzlich können lokale Brandschutz- und Bauvorschriften maßgeblich sein.

Welche Mindestanforderungen gelten für den Einsatz vor Kamera oder im Broadcast?

Für kameraaktive Anwendungen sind hohe Bildwiederholraten und stabiles Flicker-Management entscheidend. Auch Farbgleichmäßigkeit und präzise Kalibrierung beeinflussen das Ergebnis im Kamerabild. Standard-Installationen ohne entsprechende Spezifikation können sichtbare Artefakte verursachen.

Wie werden LED-Wände vor der Abnahme technisch geprüft?

Im Rahmen von Werks- oder Vor-Ort-Tests werden typischerweise Helligkeit, Farbuniformität und Pixelfehler überprüft. Ergänzend erfolgen Funktionstests der Signalverarbeitung sowie Belastungstests unter realistischen Betriebsbedingungen. Strukturierte Abnahmeprotokolle schaffen Transparenz und reduzieren spätere Gewährleistungsrisiken.

Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl von Anbietern besonders achten?

Entscheidend sind nachvollziehbare Leistungsdaten, Referenzprojekte im vergleichbaren Umfeld sowie klare Angaben zu Garantie, Ersatzteilverfügbarkeit und Lieferzeiten. Unvollständige technische Spezifikationen oder fehlende Servicezusagen erhöhen das Projektrisiko. Eine transparente Angebotsstruktur erleichtert die Vergleichbarkeit im Vergabeprozess.

Fazit: Realistische LED-Wand-Kosten ergeben sich aus dem Zusammenspiel technischer Spezifikation, baulichem Umfeld und Lebenszyklusbetrachtung. Für B2B-Entscheider ist eine strukturierte Kalkulation entscheidend, um Angebote vergleichbar zu machen und Investitionen strategisch zu planen. Wer Quadratmeterpreise isoliert bewertet, riskiert Fehlentscheidungen – wer hingegen TCO, Integration und Zukunftssicherheit berücksichtigt, schafft eine belastbare Entscheidungsgrundlage.

Cta V3 Image
Article by

Kampro

Blog Share IconBlog Share IconBlog Share Icon